Mühle 1 Verlag




Am Anfang war da die Liebe zu den Worten. Seit Jahren gibt es für mich den einen roten Faden, das ist das Schreiben. Es macht wenig Sinn, immer wieder den nächsten Text zu schreiben, ohne die vorherigen mitgeteilt zu haben. So kam es zum Mühle 1 Verlag.

Ich wollte mit den Texten aus der Kammer heraus in die Öffentlichkeit.Nach ein paar halbherzigen Versuchen bei großen Verlagen unterzukommen, sah ich ein, dass dort nicht gerade meine Begabung lag. Ich hatte wenig Lust zu erleben wie meine Manuskripte zurückkamen, wenn sie überhaupt zurückkamen. Ich hatte große Lust, selbst Bücher zu machen. Ich fand eine sehr engagierte Druckereichefin in der Gegend, die bereit war mit mir mal in ihren Keller zu gehen, wenn ich das Setzen gelernt hätte. Da hatte sie eine Adresse für mich: das Buchdruckmuseum in Burkhardtsdorf bei Chemnitz. Dort traf ich wieder auf Enthusiasten. Es scheint so, als ob man überall, wo es um Bücher geht eine höhere Dichte an Enthusiasten und Liebhabern, ja eben der Dichtung, trifft. Ich bekam also gezeigt wie man eine Seite setzt, Buchstabe für Buchstabe oder besser gesagt. Letter für Letter. Jetzt also zurück zu der Druckerin und wirklich verkaufte sie mir ihre Presse, drei Schriften und einige alte, aber noch wunderbar erhaltene Druckfarben zu einem Freundschaftspreis. ich konnte also anfangen. 

 

Der Name Mühle 1 Verlag kommt daher, dass wir in einer ehemaligen Wassermühle wohnen, was heute aber nur noch an der Alleinlage außerhalb des Dorfes zu erkennen ist. Mühlrad und Mühlgraben gibt es schon lange nicht mehr. Der Ort Callenberg liegt in der Nähe von Hohenstein-Ernstthal zwischen Leipzig, Chemnitz und Zwickau und ist über die A4 zu erreichen. Die Mühle liegt außerhalb des Dorfes hinterm ehemaligen Mühlteich an der Straße in Richtung Ebersbach. Nach Absprache ist es möglich, die Bücher frisch aus der Druckpresse abzuholen.